16. November 2008
Es ist kurz nach 6 Uhr abends und ich sitze hier in meinem Gästehaus, hab ein paar Kerzen angezündet und trinke gutes irisches Bier
Gestern hab ich mit dem Hund von Raschkes einen langen Spaziergang am Strand gemacht und als ich zurück kam hat mich Carl gleich zu seinen Nachbarn Scheryl und Bob mitgenommen. Ich hatte Kaffee erwartet. Doch stattdessen wurde mir ein Glas Rotwein vorgesetzt. Um 3 Uhr nachmittags. Ok, dann fang ich halt schon am Nachmittag mit dem Trinken an. Was solls. Nein-sagen wäre ja unhöflich, wa?
Am Abend gab es dann ein superleckeres Abendessen. Mum, das wird dich interessieren. Sunny stellte eine Schüssel auf den Tisch und meinte: „Fleischbällchen“. Ich meinte: „Oh, ich liebe Fleischbällchen.“ Darauf sie: „Es gibt da einen Laden, der Verkauft sie. Naja, eigentlich verkauft er Möbel, aber man kriegt auch Essen. Er heißt Ikea.“ Na? Weißt du, was ich bekommen hab? Besser kanns echt nicht anfangen: am ersten Abend Nudelsuppe und am zweiten Abend Köttbular mit der original Sauce
Heute ist Sonntag und ich war in Dallas im Gottesdienst. Soviel zu „Distanzen in Amerika“. Eine Strecke dauert 2 Stunden. Also 4 Stunden Autofahrt für einen Gottesdienst). Die Gemeinde hat kein eigenes Gebäude und trifft sich deshalb in einer Schule. Der Gottesdienst bestand aus Lobpreis und Predigt – mehr nicht. Und es war trotzdem ein wunderschöner Gottesdienst. Das Wetter war wunderschön und extrem warm (es hatte 20 Grad im Schatten und die Leuz meinten die ganze Zeit, dass nun der Winter gekommen ist und an mich gewandt: „It´s really cold, isn´t it?“ – das hat mich einen Lacher gekostet. Vor allem, wenn daneben Leute in kurzen Hosen und Flipflops stehen). Danach sind wir mit Kathy und Bethany thailändisch essen gegangen.
Tja und schließlich sind wir noch zu Wal-Mart, um Essen einzukaufen. Mit dem Ergebnis, dass ich jetzt mit 34 Dosen Cola, Sprite und Dr. Pepper und 3 Sixpacks Bier dasitze. That´s life.
Morgen werden Carl und ich einen Plan für die 6 Monate aufstellen, die ich hier bin. Von Dienstag bis Donnerstag bin ich alleine hier.
Mal schaun. Ich werde immer zuversichtlicher. Um die 1000 Menschen, die ich kennen lernen werde komm ich wohl nicht rum. Aber die Leute hier sind so offen und freundlich. Da fällt es einem nicht schwer in Kontakt zu kommen.
Sunny, Carl´s Frau (meine Gastmutter) will mit mir in ein richtig texanisches Cowboypub gehen. Sie meinte: „Du trinkst ja Alkohol, also kann man mit dir da auch hingehen *zwinker*“. Klar, sowas lass ich mir nicht entgehen.
So long, ich meld mich wieder und denk ganz viel an Euch alle!
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1 Kommentar:
ich komme baby - ich will auch um fünzehnhundert schon wein trinken! es geht dir also gut ja?! das tut gut zu lesen und dass du schon "schöttbullar" mit echter soße gegessen hast und das es dort IKEA gibt, WELCHE FREUDE!
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