Samstag, 15. November 2008

14. Novermber 2008

Ein langer Tag

Ein Glück, mein Adapter funktioniert und mein Läppi ist angesprungen J

Ich hatte einen schönen letzten Abend in Österreich mit meiner Mum zusammen. Wir waren in einer kleinen Pizzerria und haben dann bei Klimts geschlafen. Allerdings wäre es auch schön gewesen, wenn ich schlafen hätte können. Am Freitag läutete um 4:45 der Wecker und wir machten uns schnell fertig. Um 5:15 gings dann zum Flughafen. Schnell das Gepäck aufgegeben und dann Kaffee getrunken. Wir hatten uns ein Brötchen bestellt und als ich reinbeißen wollte, grinst mich eine kleine Nacktschnecke an. Ich bin heute noch stolz auf mich, nicht geschrien zu haben…

Ich hab versucht, das Schneckenomen zu deuten. Allerdings ist mir nix eingefallen. Um 7:40 hob das Flugzeug ab. Adios Österreich – wir sehen uns wieder! In London musste ich umsteigen und schließlich saß ich in dem Airbus nach Dallas. Mein Monitor funktionierte genauso wenig, wie meine Kopfhörer (ob mir die Schnecke DAS mitteilen wollte???) – ich gebs auf. Schnecken in Sandwiches haben wohl doch keinen tieferen Sinn.

Der Flug war laaaange. Gegen Ende hab ich mich noch mit zwei Fläschchen Whisky eingedeckt und dann gings ans Einreisen. Meine Güte, die Amis. Ich stand 2,5 Stunden in der Schlange. Es dauerte ewig. Und kurz bevor ich an der Reihe war, schickten sie uns zu den Schaltern, die für US Bürger vorgesehen waren. Auch nett. Der Beamte ermahnte mich, sauber zu bleiben, nicht zu arbeiten und nach 6 Monaten auch wieder auszureisen. KLAR! Was denkst du denn???

Carl hatte die Hoffnung auf mein Erscheinen nicht aufgegeben und erwartete mich draußen. Als ich vor die Tür trat, wehte ein sanfter Wind (24 Grad!!!!), das Gras sah richtig verdorrt aus und zwei Palmen standen da. Die Sonne ging gerade unter und beleuchtete alles mit einem goldenen Licht (es war mittlerweile 17:30 Ortszeit – also 0:30 Eure Zeit). Ich hatte immer noch nicht geschlafen. Egal. Der traumhafte Sonnenuntergang machte vieles Wett. Wir fuhren los und hielten nochmal bei einer richtig amerikanischen Tankstelle an, um Getränke zu kaufen (sie spielten „Country Roads“ im Radio). Es wurde ziemlich schnell dunkel und schließlich ging der Mond groß und orange zwischen den Wolken am Horizont auf. Soviel Kitsch hintereinander ist nur schwer zu ertragen – besonders, wenn man seit fast 24 Stunden nix geschlafen hat.

Um 20 Uhr war ich schließlich am Ziel. Ich hab kurz zu Hause angerufen und dann gabs Hühnersuppe und zwei Gläser Wein. Danach durfte ich gleich ins Bett gehen.

1 Kommentar:

Anja Bär hat gesagt…

Herzilein, ist doch klar, die Nackschnecke war ein Omen. Mehrere Dinge werden geschehen: langsames Ankommen und sich nackig machen. Ich meine, was bleibt dir anderes übrig, wenn du im Land der unbegrenzten Möglichkeiten bist? Der Beamte bei der Einreise machte das doch sehr schön deutlich ;-)