20. November 2008
Heute sind Carl und Sunny zurück gekommen. Ich hätte nie gedacht, dass zwei Tage in kompletter Einsamkeit so herausfordernd sein können. Es gab viel nachzudenken und zu beten. Es hat alles in allem gutgetan.
Zum Abendessen gab es Kotelett und Sauerkraut. Ich wollte meinen Laptop anschließen und wusste nicht, was „Steckdose“ auf Englisch heißt. Also hab ich Carl gefragt: „What´s that called?“ Er meinte: „Oh, that´s called “Steckdose.” Darauf ich: “Yes, I know. But I need the English word…” Wir mussten ziemlich lachen.
Danach haben wir Tee getrunken und über Postmoderne und junge Erwachsene geredet. Seine Frage an mich war: Warum würden junge Leute heutzutage in die Gemeinde kommen? Was bewegt sie, sich zu bekehren? Wow. Gute Frage. Was finden junge Leute heute in unseren Gemeinden, was ihnen die Welt da draußen nicht geben kann? Ich mein jetzt nicht Floskeln wie „Jesus“ oder „Ewiges Leben“. Es ging darum, was junge Menschen heutzutage brauchen, dass wir ihnen als Gemeinde geben können. Wo wir ansetzen können, um Aufmerksamkeit zu erregen…und wo wir ihnen begegnen können an Punkten in ihrem Leben, an denen sie sich gerade befinden.
Wir haben über diakonische Projekte geredet und darüber, warum Bonhoeffer gerade in Deutschland so bekannt ist. Und darüber, dass in den kommenden harten Zeiten für Christen unsere Stärke darin liegen wird, zusammen zu kommen, Kontakte zu knüpfen und unser Leben miteinander zu teilen. Die Zeit des „Sonntagschristentums“ ist vorbei. Unsere Zukunft wird sein, was Christsein in den ersten Gemeinden bedeutet hat: Leben teilen und in der Einheit Stärke beweisen.
Es war sehr inspirierend. Und ich freu mich auf mehr solche Gespräche.
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3 Kommentare:
Schnee, Schnee, Schnee! Es schneit! Bald kann man schon den Rasen nicht mehr sehen. Mal sehen was noch kommt.
Ich versuch bald mal ein Foto bei studivz hochzuladen.
Ich glaube, dass ich ganz schön Schiss hätte in einem fremden Land so bald alleine in einem Huas zu sein. Da lernt man bestimmt ganz neue Seiten an sich kennen.
Wenn Du herraus gefunden hast, was junge Leute wollten, bitte bescheid sagen. Daniel und ich predigen im März in einem riesen Jugendgodi.
Gestern hatten wir eine mega geile Party mit den Erstis (Erstiverarsche). Endlich meint Gott es wieder gut kit uns und beruft Menschen die feiern können.
In diesem Sinne
bis bald
Meine liebe Nita!
Ich bin gerade zu "Hause" in Süddeutschland und nutze die Zeit, um deinen Blog zu verfolgen... Hört sich spannend und herausfordernd an- in jeder Hinsicht! UNd nach ner Menge Denkstoff. Auch ich hätte gerne Bescheid, wenn du herausgefunden hast, wie man junge Leute in die Kirche kriegt.
Ansonsten bin ich neidisch, was dein Wetter angeht... Wobei Badewannenwetter auch was hat- wenn man ne Badewanne hat. :-(
Jedenfalls: Ich denk an dich und freue mich, bald (was sind schon sechs Monate angesichts eines Menschenlebens, Zitat Anja) persönlich von dir zu hören!
Dicken Drücker,
Kiwi
PS: David, schneit es sogar in Elstal?!?!?!?
Ich hätte so Bock, mit dir über diese ganzen Fragen zu reden, bei einem Glas (wahlweise auch einer Flasche) Wein über die Dinge reden und nachdenken, die du so gerade erlebst und erfragst - sehr cool. Interessant übrigens, dass Timo ja ähnlich intensive erlebnisse hat. Sicher sind sie äußerlich komplett anders, aber er kommt ja auch ganz schön ins fragen.
Ja, es liegt Schnee und der ist richtig hoch hier - na ja, so hoch wie Schnee im November in Elstal halt sein kann. Aber die Welt sieht irgendwie verwunschen aus.
Was junge Leute wollen - ich frag mich das jeden Tag, wenn ich meine jungen Leute zu Hause nicht verstehe (man klingt das alt). Aber ich glaube sie wollen ernst genommen werden, dass ihre Zeit nicht vergeudet wird. Auf keinen Fall wollen sie das aus "der Welt" in schlecht und darin sind wir manchmal richtig gut - oder? Also, wenn du mehr weißt, sag bescheid. Und wenn Berta, Kiwi und ich bescheid wissen, kannst du dein Wissen ja verkaufen.
Bis bald wieder - so ein blog ist schon ne tolle Einrichtung.
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